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Information zur Erlangung der Gewerbeberechtigung "Fremdenführer"



Voraussetzungen für die Gewerbeausübung "Fremdenführer" - Ausbildung


Um das reglementierte Gewerbe des Fremdenführers ausüben zu dürfen, muss man zunächst einen mindestens 250 Lehreinheiten umfassenden Ausbildungslehrgang für Fremdenführer absolvieren (Mindestteilnahme-Anforderung 75%). Angeboten werden derartige Lehrgänge beispielsweise vom WIFI-Wien (Wirtschaftsförderungsinstitut:
www.wifiwien.at), von den WIFIs St.Pölten, Linz, Graz, Salzburg, Innsbruck, Klagenfurt und Burgenland (www.wifi.at) sowie vom BFI (Berufsförderungsinstitut: www.bfi.at). Nähere Informationen zu der Ausbildung erhalten Sie bei der Ausbildungsstätte Ihrer Wahl.

Weitere Voraussetzung für eine spätere Gewerbeausübung ist die Beherrschung mindestens einer Fremdsprache (siehe Prüfung im folgenden).


Prüfung

Nach Absolvierung eines geeigneten Ausbildungslehrganges (siehe oben), muss die staatliche Fremdenführerprüfung bei der Meisterprüfungsstelle der Wirtschaftskammer abgelegt werden. In Wien: http://wko.at/wien/meisterpruefung. Die Prüfung besteht aus drei Modulen:

1. Die schriftliche Unternehmerprüfung (Rechtskunde, Rechnungswesen)
2. Die mündliche Prüfung
3. Die praktische Prüfung (Probeführung)

Ferner ist die Beherrschung mindestens einer Fremdsprache im Rahmen der mündlichen Prüfung und der Probeführung nachzuweisen.

Gewerbeanmeldung

Nach erfolgreicher Absolvierung der Prüfung kann das Gewerbe direkt beim Betriebsgründungsservice der Wirtschaftskammer Wien - entweder 1010 Wien, Stubenring 8-10 oder 1040 Wien, Schwarzenbergplatz 14 - angemeldet werden.


Nähere Informationen zu den o.a. Punkten finden Sie hier.


Fremdenführerlegitimation

Sofort nach der Gewerbeanmeldung beim Betriebsgründungsservice der Wirtschaftskammer sind Sie (vorerst mit der Anmeldebestätigung) ausübungsberechtigt. Unmittelbar nach erfolgter Gewerbeanmeldung müssen Sie bei Ihrem zuständigen Magistratischen Bezirksamt (abhängig vom Hauptwohnsitz) die sogenannte Fremdenführerlegitimation beantragen. Nähere Infos erhalten Sie bei Ihrem MBA.


Fremdenführerplakette

Danach sollten Sie die Fremdenführerplakette bei der Fachgruppe bestellen. Der Besitz oder das Tragen dieser ist zwar gesetzlich nicht verpflichtend, dient aber dennoch als erstes optisches Erkennungsmerkmal als "FremdenführerIn", wodurch Sie weitgehend von Ausweiskontrollen durch Polizei und Aufsichtsbehörden verschont bleiben. Beachten Sie aber bitte, dass das Mitführen der amtlichen Fremdenführerlegitimation bei der Ausübung des Gewerbes unbedingt erforderlich ist (Ausnahme: Unmittelbar nach der Gewerbeanmeldung - wenn noch kein Ausweis ausgestellt wurde, hier genügt vorerst die Anmeldebestätigung. Weiters bei etwaigem Verlust oder Diebstahl der Legitimation - hier müssen Sie bis zum Erhalt eines Duplikates die amtliche Verlust- bzw. Diebstahlsmeldung mitführen - nähere Infos siehe unten).

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Bustafel

Nach Erhalt der Fremdenführerlegitimation können Sie bei der Fachgruppe eine Buseinfahrtsgenehmigung abholen. Beachten Sie bitte, dass Sie hierfür bereits im Besitz der Legitimation sein müssen, da einerseits Ihre Legitimationsnummer auf der Bustafel vermerkt wird, und andererseits die Bustafel nur in Kombination mit der amtlichen Fremdenführer-Legitimation gültig ist.

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Fremdenführer-Newsletter

Bei der Abholung der Plakette oder der Bustafel empfehlen wir Ihnen, sich auch gleich zum kostenlosen "Fremdenführer-Newsletter" anzumelden, da Sie dadurch ständig neue und wichtige Informationen rund um den Berufsstand erhalten.

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Ruhend- und Wiederbetriebsmeldung

Ab dem Tag der Gewerbeanmeldung (siehe oben) sind Sie ausübungsberechtigt und somit auch sozialversichert. Somit schreibt Ihnen die Sozialversicherungsanstalt der Gewerblichen Wirtschaft (SVA) mit dem Stichtag der Gewerbeanmeldung auch die zu zahlenden Beiträge vor.

Wenn Sie Ihr Gewerbe über einen längeren Zeitraum nicht ausüben, besteht die Möglichkeit, Ihre Gewerbeberechtigung "ruhend" zu melden. Das bedeutet, dass Sie zwar im Besitz aller Ihrer Dokumente wie z.B. Auszug aus dem Gewerberegister, Fremdenführerlegitimation, Plakette und Bustafel etc. bleiben, aber eben eine vorübergehende Nichtausübung Ihres Gewerbes bekanntgeben. Dies hat zur Folge, dass  die SVA für den Zeitraum der Ruhendmeldung keine Beiträge vorschreibt - Sie aber auch in diesem Zeitraum nicht versichert sind. Bei diesbezüglichen Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an die Sozialversicherungsanstalt der Gewerblichen Wirtschaft: http://esv-sva.sozvers.at

Eine Ruhendmeldung ist schriftlich (auch per Mail oder Fax) an die Fachgruppe zu richten. Ein diesbezügliches Formular finden Sie hier, wobei die Verwendung des Formulares nicht verpflichtend ist, aber zum Erhalt aller erforderlichen Daten dienlich ist. Gerne können Sie auch ein formloses Schreiben unter Berücksichtigung des vollständigen Namens, der Gewerbeberechtigung (FremdenführerIn), der Standortadresse (Hauptwohnsitz), den genauen Tag, ab wann das Gewerbe "ruhen" soll und einer Telefonnummer/Email-Adresse (für etwaige Rückfragen) an die Fachgruppe senden. Wir leiten die erstellte Meldung dann automatisch an die SVA und an das zuständige Magistratische Bezirksamt weiter, sodass Sie sich diesbezüglich nicht weiter darum kümmern müssen.

Beachten Sie bitte aber den Unterschied zwischen einer Ruhendmeldung und einer Abmeldung sprich Gewerbezurücklegung - näheres dazu finden Sie weiter unten.

In gleicher Weise können Sie dann Ihr Gewerbe auch in den "Wiederbetrieb" melden.

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Formular für Ruhend- und Wiederbetriebsmeldung (kann am PC ausgefüllt werden)

 
 


Zusendeadresse/Standortadresse


Sollten Sie mal übersiedeln, und sich dadurch Ihr Hauptwohnsitz ändern (und dadurch auch die Standortadresse), müssen Sie dies umgehend (innerhalb von 3 Wochen) beim zuständigen
Magistratischen Bezirksamt des neuen Hauptwohnsitzes bekanntgeben. Eine diesbezügliche Verabsäumung kann unter Umständen erhebliche Geldstrafen mit sich ziehen.

Unabhängig von der Standortadresse bzw. dem Hauptwohnsitz können Sie uns eine alternative Zusendeadresse bekannt geben  (betrifft nur postalische Aussendungen der Wirtschaftskammer, wie z.B. "Wiener Wirtschaft", Rundschreiben, Einladungen etc.). Um eine Zusendeadresse anzugeben oder zu ändern, bitten wir Sie, uns dies schriftlich (gerne auch per Mail:
karin.pallierer@wkw.at oder Fax: 01/514 50 Dw 4216) mitzuteilen. Beachten Sie aber bitte, dass eine Bekanntgabe oder Änderung der Zusendeadresse keine Auswirkung auf die Standortadresse hat.



Verlust/Diebstahl div. Dokumente

Es kann jedem mal passieren. Dokumente, wie die Fremdenführerlegitimation, die Plakette oder die Bustafel, die man bei der Gewerbeausübung stets mitführt, können verloren gehen, beschädigt werden oder gar gestohlen werden.

Prinzipiell gilt: Sofort nach dem man bemerkt hat, dass eines der o.a. Dokumente abhanden gekommen ist, entsprechend eine Verlustmeldung oder gegebenenfalls eine Diebstahlsanzeige erstatten. Verlustmeldungen werden von jedem Magistratischen Bezirksamt entgegengenommen, egal wo das Dokument verloren gegangen ist, oder wo man seinen Standort/Hauptwohnsitz hat. Diebstahlsanzeigen werden hingegen von jeder Polizeidienststelle entgegengenommen. Bitte beachten Sie - egal bei welcher Meldung - darauf, dass die verlorenen/gestohlenen Dokumente genau definiert werden.

Danach sollte man sich umgehend um entsprechende Neuausstellung der Dokumente bemühen. Ein Duplikat oder ein Ersatz eines Dokumentes ist immer nur dort erhältlich, wo man auch das ursprüngliche (Original-) Dokument erhalten hat.

Das bedeutet für Wiener Fremdenführer:

Fremdenführerlegitimation:
Magistratisches Bezirksamt des Hauptwohnsitzes

Achten Sie darauf, dass die Original-Verlustmeldung oder -Diebstahlsanzeige über Ihre Fremdenführerlegitimation in Ihrem Besitz bleibt, da diese Sie bis zur Aushändigung einer neuen Legitimation als Fremdenführer ausweist. In diesem Fall müssen Sie zusätzlich einen amtlichen Lichtbildausweis (beispielsweise gültiger Reisepass/Führerschein) mit sich führen, der Sie als "Inhaber" der Verlustmeldung ausweist ! Die Ausstellung eines Duplikates variiert in Wien (je nach Auslastung der Stellen) zwischen "sofort" und bis zu drei Wochen.

In diesem Zusammenhang würden wir Ihnen empfehlen, mit der neuen Legitimation (die eine neue Legitimationsnummer hat) bei uns mit einer etwaig vorhandenen Bustafel vorbeizukommen. Wir tauschen Ihnen kostenlos den Aufkleber auf der Bustafel, damit die darauf befindliche Legitimationsnummer mit der des neuen Ausweises übereinstimmt.

Fremdenführerplakette:
Fachgruppe Wien der Freizeitbetriebe

Da eine neue Plakette - ebenso wie die erste - mit Ihrem Namen graviert wird (bundesweit einheitlich), ist eine produktionstechnische Wartezeit von ca. 3 Wochen notwendig. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

Bustafel:
Fachgruppe Wien der Freizeitbetriebe

Eine Ersatzbustafel können Sie prinzipiell sofort bei uns erhalten - vorausgesetzt Sie haben Ihre Fremdenführer-Legitimation mit. Sollten Sie diese ebenso verloren haben, oder gestohlen worden sein, müssen Sie zuerst auf die Neuausstellung einer Legitimation warten, da, wie oben beschrieben, die Leg.-Nummer auf der Tafel eingetragen wird, und die Bustafel nur in Kombination mit dem Ausweis gültig ist.


Kursbesuchsbestätigung - Ausbildung zum Fremdenführer:

Bei der seinerzeit besuchten Ausbildungsstätte, also beispielsweise WIFI-Wien: www.wifiwien.at oder BFI-Wien: www.bfi.at


Prüfungszeugnis:

Bei der Stelle, wo seinerzeit die Prüfung abgelegt wurde, also beispielsweise (vor dem Jahr 2002) die Magistratsabteilung 7 - Kulturamt der Stadt Wien.

Ab dem Jahr 2002 bei der Meisterprüfungsstelle der Wirtschaftskammer Wien: www.wko.at/wien/meisterpruefung



Auszug aus dem Gewerberegister (früher Gewerbeschein):
Beim zuständigen Magistratischen Bezirksamt (Standortadresse/Hauptwohnsitz)


Zurücklegung (Abmeldung) der Gewerbeberechtigung

Die Zurücklegung (Abmeldung) einer Gewerbeberechtigung kann ausschließlich beim zuständigen Magistratischen Bezirksamt erfolgen und hat zur Folge, dass Ihre Ausübungsberechtigung gänzlich erlischt. In diesem Fall müssen Sie die Fremdenführerlegitimation beim Bezirksamt zurückgeben, sowie die Fremdenführerplakette und die Bustafel bei der Fachgruppe abgeben.

Beachten Sie in diesem Zusammenhang aber, dass die SVA die Beiträge bis zum Tag der Gewerbezurücklegung vorschreibt, da Sie bis zu diesem Tag ausübungsberechtigt waren. Sollten Sie Ihre tatsächliche Berufsausübung schon vorher eingestellt haben, empfehlen wir Ihnen, unabhängig von der Zurücklegung eine Ruhendmeldung (siehe oben) zu machen, die die Zeit abdeckt, in der Sie vor der Rücklegung das Gewerbe nicht mehr ausgeübt haben.


Nachteil: Möchten Sie dennoch wieder einmal Ihr Gewerbe ausüben, müssten Sie die Gewerbeberechtigung neu anmelden - diesmal würden Sie aber nicht mehr unter das NEUFÖG (Neugründungsförderungs-Gesetz) fallen, d.h. Sie müssten die Anmeldung beim Magistratischen Bezirksamt vornehmen, wodurch Anmeldegebühren von rund Euro 300,-- anfallen würden. Weiters müssten Sie danach wieder eine neue Plakette bestellen sowie eine neue Bustafel beantragen.

Also empfiehlt sich eine Zurücklegung der Gewerbeberechtigung nur dann, wenn man absolut sicher ist, das Gewerbe nicht mehr ausüben zu wollen.

 

 

EU-Richtlinie über die Anerkennung von Berufsqualifikationen
und GewO-Novelle 2008
Auswirkungen auf das Fremdenführer-Gewerbe


Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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